JournoXevo.com
Menü öffnen
Speicherstadt warehouse district canals in Hamburg
← Zurück zum Archiv1883 — Architektur des Handels

Speicherstadt Hamburg

Zwischen Kanälen und Kaimauern entstand in Hamburg das größte zusammenhängende Lagerhausensemble der Welt – ein steinernes Zeugnis globalen Handels im 19. Jahrhundert.

Die Speicherstadt wurde ab 1883 auf Eichenpfählen in den Hafenbecken Hamburgs errichtet, um dem wachsenden Warenumschlag des Hafens gerecht zu werden. Die charakteristischen Backsteinfassaden entlang der Fleete prägen bis heute das Bild eines der bedeutendsten Industriedenkmäler Norddeutschlands.

Zeitlinie

Stationen der Geschichte

  1. 1883

    Beginn der Bauarbeiten auf Tausenden von Eichenpfählen im Wasser.

  2. 1888

    Fertigstellung der ersten Bauabschnitte entlang der Hauptkanäle.

  3. 1943

    Schwere Zerstörung großer Teile der Anlage im Zweiten Weltkrieg.

  4. 1967

    Beginn umfassender Wiederaufbauarbeiten nach historischem Vorbild.

  5. 2015

    Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste gemeinsam mit dem Kontorhausviertel.

Ereignisse

Bedeutende Wendepunkte

  • Die technische Pionierleistung, ein gesamtes Stadtviertel auf Pfählen im Wasser zu errichten.
  • Die zentrale Rolle der Speicherstadt im internationalen Handel mit Kaffee, Tee und Gewürzen.
  • Der sorgfältige Wiederaufbau nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs unter Wahrung des historischen Erscheinungsbilds.
Architektur

Gestalt und Bedeutung

Die neogotischen Backsteinfassaden mit ihren charakteristischen Giebeln, Lastenaufzügen und schmalen Fensterreihen folgen strengen funktionalen Anforderungen des Warenumschlags und verbinden Zweckarchitektur mit einer bemerkenswerten gestalterischen Konsequenz.

Archivmaterial

Spuren aus der Vergangenheit

Historische Aufnahmen von Lastkähnen, die unter den Brücken der Speicherstadt hindurchglitten, sowie Frachtlisten und Zolldokumente aus dem frühen 20. Jahrhundert geben Einblick in den einstigen Rhythmus des Warenumschlags.

Heute

Gegenwärtige Erscheinung

Die Speicherstadt ist heute weitgehend einer neuen kulturellen und musealen Nutzung gewichen, während die backsteinerne Architektur und das Kanalnetz unverändert den Charakter des einstigen Handelsviertels bewahren.